
Wie man die Anordnung der Infrarotlampen für individuelle Lackierkabinen richtig gestaltet
Wenn wir Heizwände für Autolackierkabinen bauen, streben wir danach, dass jedes Stück des Autos die gleiche Menge an Wärme erhält. Doch eine einheitliche Anordnung der Lampen führt meist zu Problemen. Man kann schließlich keinen Porsche genauso behandeln wie einen Sprinter mit hohem Dach – ihre Formen sind einfach zu unterschiedlich, daher müssen auch die Wärmeverteilungskarten unterschiedlich aussehen.
Wo sollen die Lampen platziert werden?
Es scheint logisch, die Lampen gleichmäßig zu verteilen – doch das funktioniert in der Praxis nicht. Stattdessen betrachten wir die Form des Autos. In der Regel platzieren wir mehr Lampen in der Mitte der Wand. Warum? Weil sich dort Türen und Kotflügel befinden – und diese Bereiche verlieren am schnellsten Wärme. Bei größeren Fahrzeugen verschieben wir die Lampen nach oben. Wir verwenden dabei Kurzwellen-Infrarotröhren. Sie sind ideal, denn sie leiten die Wärme tief in die Lackschichten – ohne die Oberfläche zu verbrennen. So kann man das Problem mit den Lösungsmitteln vermeiden.
Leistung, Wärme und die Realität
Wir verwenden in der Regel Hochleistungsquarzlampen. Sie funktionieren zwar gut, aber sie benötigen viel Energie. Wenn man zu viele Lampen in einem kleinen Raum unterbringt, um eine schnellere Erhitzung zu erreichen, geht der Stromkreis durch. Das ist ein Problem, das niemand haben möchte. Man muss sicherstellen, dass die Kabel und Leitungen der höchsten Belastung standhalten können. Um die Sache einfach zu halten, montieren wir die Lampen in modularen Halterungen. Wenn eine Lampe kaputtgeht – was irgendwann passieren wird – möchte man keine komplizierten Verlegearbeiten. So können die Mitarbeiter innerhalb von fünf Minuten eine neue Lampe einbauen und weiterarbeiten.
Wie man „Kaltstellen“ beseitigt
Die Ränder einer Heizwand sind problematisch – dort entstehen oft „Kaltstellen“, an denen die Wärme einfach entweicht. Unsere Lösung: Wir überlappen die Strahlkegel der Lampen. Indem wir die äußeren Lampen leicht nach innen neigen, können wir die Wärme optimal um die Konturen des Autos herumleiten. Auch die Entfernung zwischen den Lampen spielt eine wichtige Rolle. Wenn das Auto zu nahe steht, entstehen heiße Stellen, die die Lackierung beschädigen können. Wenn es wiederum zu weit entfernt ist, dauert es doppelt so lange, bis der Lack trocken ist. Wir empfehlen eine Entfernung von mindestens 500 Millimetern – damit haben die Infrarotwellen genug Raum, sich auszubreiten und die Lackflächen gleichmäßig zu erwärmen.