
Die richtige Hitzezufuhr – Warum die vertikale Verteilung bei IR-Heizwänden wichtig ist
Wenn Sie schon einmal eine Anlage zur Aushärtung von Bremsbelägen oder zum Trocknen von Farben betrieben haben, kennen Sie das Problem. Man stellt zwar die Heizwand ein, doch es entstehen immer noch kühle Stellen an bestimmten Stellen sowie verbrannte Ränder an anderen Stellen. Das ist frustrierend.
Das Problem liegt meistens im Abstand zwischen den IR-Emittoren und der zu trocknenden Oberfläche. Wenn man von kleinen Bremsbelägen für PKWs auf große Bremsbeläge für Lastwagen umsteigt, ändert sich dieser Abstand. Dadurch wird der Wärmestrom gestört – und die Qualitätskontrolle wird zur Qual.
Die Hitze an die jeweiligen Oberflächen anpassen
Wir glauben nicht an eine „One-Size-Fits-All“-Lösung. Stattdessen berücksichtigen wir die Höhe der zu trocknenden Oberfläche und passen die Heizwand entsprechend an. Bei großen Lastwagenbremsbelägen braucht man eine dichte Anordnung von Kurzwellenlampen, die die gesamte vertikale Fläche abdecken. Bei kleineren Belägen hingegen möchte man keine Energie damit verschwenden, die leere Luft über und unter der Oberfläche zu erwärmen. Deshalb konzentrieren wir die Emittoren direkt in der Mitte, wo sie tatsächlich ihre Wirkung entfalten können.
Aber man muss vorsichtig mit dem Abstand zwischen den Lampen sein. Sind die Lampen zu nah beieinander, überhitzen die Förderbänder. Sind sie zu weit voneinander entfernt, entstehen „Strukturen“ auf der Oberfläche – Stellen, an denen die Beschichtung nicht aushärten kann, weil die IR-Wellen nicht übereinanderliegen. Es geht darum, den richtigen Abstand zu finden.
Die technischen Aspekte
Wir verwenden Quarzhalogenröhren. Kurzwellen-IR ist hier die beste Lösung, denn es ermöglicht eine schnelle Durchdringung der Beschichtung. Je nach Leistungsfähigkeit des Stromnetzes werden die Röhren entweder mit 230 V oder 400 V betrieben.
Hocheffiziente Röhren sind zwar ideal für schnelle Bearbeitungszeiten – doch es gibt einen Haken: Sie erzeugen eine enorme Menge an Wärme. Wenn die Belüftung nicht ausreicht, um diese heiße Luft abzuführen, können die Elektronikkomponenten beschädigt werden. Das ist ein häufiger Fehler – und außerdem sehr teuer.
Den Arbeitsprozess erleichtern
Niemand möchte seinen Nachmittag damit verbringen, eine Wand neu zu verdrahten, nur weil eine Lampe defekt ist. Deshalb verwenden wir standardisierte Steckverbinder. Wenn eine Lampe kaputtgeht, kann man sie einfach austauschen. Einfach.
Wir empfehlen außerdem ein modulares Regalsystem. Das hilft den Bedienern enorm. Anstatt fester Installationen kann man die Heizelemente einfach nach oben oder unten verschieben, je nach Höhe des Fahrzeugs, das gerade bearbeitet wird. So wird der gesamte Prozess zu einem reibungslosen Ablauf.